
So entfernen Sie Grünbelag von Gartenmöbeln
, Von Admin, 6 min Lesezeit

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Gartenmöbel von Grünbelag befreien, ohne sie zu beschädigen? Lesen Sie, welcher Reiniger zu Holz, Kunststoff und Metall passt, sowie Tipps für die sichere Pflege im Außenbereich.
Ein grüner Belag auf Ihren Gartenstühlen, dem Tisch oder der Bank sieht ungepflegt aus und kann die Oberfläche zudem rutschig machen. Das Entfernen von Grünbelag auf Gartenmöbeln beginnt daher nicht mit dem schärfsten Reiniger, sondern mit der Bestimmung des Materials. Was auf Kunststoff gut funktioniert, kann Holzmöbel austrocknen oder eine Beschichtung angreifen.
Grünbelag besteht meist aus Algen, Moosen und organischem Schmutz, der sich an feuchten Stellen ansammelt. Besonders Möbel, die unter Bäumen stehen, wenig Sonne abbekommen oder den ganzen Winter draußen bleiben, sind schnell davon betroffen. Mit der richtigen Vorgehensweise sind sie oft wieder sauber, ohne dass Schrubben, Verfärbungen oder Schäden entstehen.
Prüfen Sie vor Beginn, ob Ihre Möbel aus Hartholz, Weichholz, Kunststoff, Aluminium, Stahl, Korbgeflecht oder einer Kombination daraus bestehen. Achten Sie auch auf den Zustand der Oberfläche. Ein glatter Kunststoffstuhl erfordert eine andere Behandlung als verwittertes Teakholz mit offenen Poren.
Testen Sie ein Reinigungsmittel immer zuerst an einer unauffälligen Stelle. Das kostet wenig Zeit und verhindert, dass ein kompletter Tisch heller wird, stumpf wird oder Flecken bekommt. Arbeiten Sie vorzugsweise an einem trockenen, bewölkten Tag. Helles Sonnenlicht kann den Reiniger zu schnell austrocknen lassen, wodurch Streifen entstehen.
Entfernen Sie lose Kissen, Decken und Zubehör von den Möbeln. Fegen Sie Sand, Blätter und losen Schmutz mit einer weichen Bürste weg. Spülen Sie das Möbelstück anschließend kurz mit klarem Wasser ab. So verhindern Sie, dass Sie beim Schrubben Sand über die Oberfläche reiben.
Holz profitiert am meisten von einer milden Vorgehensweise. Mischen Sie lauwarmes Wasser mit einer kleinen Menge Schmierseife oder einem Reiniger, der für Gartenmöbel aus Holz geeignet ist. Tragen Sie dies mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm auf und bürsten Sie in Richtung der Holzmaserung. Lassen Sie das Mittel nicht lange einwirken, insbesondere nicht bei unbehandeltem Holz.
Spülen Sie mit klarem Wasser nach und lassen Sie das Möbelstück vollständig trocknen. Stellen Sie Holzmöbel nicht sofort wieder unter eine Abdeckung, wenn sie noch feucht sind. Dann haben Pilze erst recht eine Chance. Ist das Holz nach dem Reinigen trocken, rau oder fahl? Behandeln Sie es dann mit einem passenden Holzöl, einer Lasur oder einem Pflegemittel. Welche Behandlung erforderlich ist, hängt von der Holzart und dem gewünschten Erscheinungsbild ab.
Verwenden Sie bei Holz besser keine starken Allzweckreiniger, Chlor oder aggressive Grünbelagentferner. Diese können natürliche Öle aus dem Holz ziehen und Flecken oder ein graues Aussehen verursachen. Auch eine harte Drahtbürste ist keine gute Idee: Damit beschädigen Sie die Fasern, wodurch sich Schmutz später leichter festsetzt.
Ein Hochdruckreiniger ist nur eine Option, wenn der Hersteller dies erlaubt und Sie einen niedrigen Druck verwenden. Halten Sie ausreichend Abstand, verwenden Sie einen breiten Strahl und bleiben Sie ständig in Bewegung. Zu nahes Spritzen lockert die Holzfasern und hinterlässt sichtbare Bahnen.
Gartenmöbel aus Kunststoff sind meist einfach mit warmem Wasser, einem milden Allzweckreiniger oder Schmierseife und einer weichen Bürste zu reinigen. Achten Sie besonders auf Nähte, Reliefs und die Unterseite der Beine. Dort bleibt Feuchtigkeit lange haften und Grünbelag beginnt oft von Neuem.
Bei hartnäckigen Stellen können Sie einen Kunststoffreiniger verwenden. Wischen Sie die Oberfläche danach mit klarem Wasser ab und trocknen Sie sie mit einem Tuch. So verhindern Sie Kalkflecken und es bleibt keine Reinigungsschicht zurück, die Staub anzieht.
Vermeiden Sie Scheuerschwämme und Scheuermittel. Diese verursachen kleine Kratzer im Kunststoff. Auf einer zerkratzten Oberfläche haftet Schmutz schneller und weiße oder farbige Möbel werden eher stumpf. Verwenden Sie auch keine Lösungsmittel, es sei denn, auf dem Etikett steht, dass sie für Ihre Kunststoffart geeignet sind.
Gartenmöbel aus Aluminium haben meist eine Pulverbeschichtung. Reinigen Sie diese mit einem weichen Tuch oder Schwamm, milder Seifenlauge und klarem Wasser. Kratzen Sie Grünbelag nicht mit einer harten Bürste oder einem Metallschaber ab. Wenn Sie die Beschichtung beschädigen, können sich Feuchtigkeit und Schmutz unter dieser Schicht ansammeln.
Bei Stahlmöbeln müssen Sie besonders auf beschädigten Lack und beginnenden Rost achten. Reinigen Sie zuerst, trocknen Sie gut nach und bessern Sie kahle Stellen bei Bedarf mit einer geeigneten Metall- oder Lackbehandlung aus. Korbgeflecht und Kunststoffgeflecht reinigen Sie mit einer weichen Bürste, sodass Sie zwischen die Fasern gelangen, ohne das Material zu lösen.
Die Arbeitsweise ist einfach, aber nehmen Sie sich Zeit für das Nachspülen und Trocknen. Damit vermeiden Sie viele Probleme im Nachhinein.
1. Stellen Sie die Möbel an einen Ort, an dem Sie Schmutzwasser leicht auffangen oder abspülen können. Schützen Sie empfindliche Pflanzen in der direkten Umgebung.
2. Bürsten Sie trockenen Schmutz, Blätter und Spinnweben weg. Spülen Sie danach losen Schmutz mit einem Gartenschlauch oder einem Eimer Wasser vom Möbelstück ab.
3. Tragen Sie eine milde Seifenlauge oder einen für das Material geeigneten Reiniger auf. Lassen Sie ihn nur so lange einwirken, wie auf der Verpackung angegeben.
4. Schrubben Sie mit einer weichen Bürste, einem Schwamm oder einem Mikrofasertuch. Arbeiten Sie bei Holz in Richtung der Maserung und achten Sie auf Ecken und Verbindungen.
5. Spülen Sie alle Reinigungsmittel gründlich ab. Rückstände können Streifen verursachen, einen klebrigen Film hinterlassen oder das Material auf Dauer angreifen.
6. Trocknen Sie die Möbel mit einem Tuch oder lassen Sie sie vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie Kissen wieder auflegen oder eine Schutzhülle verwenden.
Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie mit Reinigungsmitteln arbeiten. Wenn Sie einen konzentrierten Grünbelagentferner verwenden, lesen Sie zuerst das Etikett bezüglich Verdünnung, Einwirkzeit und Materialeignung. Mehr Mittel zu verwenden macht ein Möbelstück nicht schneller sauber, erhöht aber das Risiko von Schäden.
Chlorhaltige Mittel erscheinen manchmal als schnelle Lösung, sind für Gartenmöbel aber oft unnötig aggressiv. Sie können Holz und Textilien verfärben, Beschichtungen angreifen und sind nicht angenehm für Pflanzen, Haustiere oder das Abwasser. Auch Essigreiniger ist nicht automatisch geeignet. Auf manchen Metallen, Naturstein in der Nähe und bestimmten Beschichtungen kann Säure unerwünschte Flecken verursachen.
Schmierseife ist für leichten bis mittleren Schmutz meist eine sichere Basis, löst aber nicht jedes Problem. Bei tiefen schwarzen Schimmelflecken im Holz, abblätternder Beschichtung oder Rost ist mehr als nur Reinigen erforderlich. Behandeln Sie die Ursache dann gezielt, zum Beispiel durch Schleifen, Ausbessern oder den Austausch eines beschädigten Teils.
Vorbeugen beginnt mit weniger Feuchtigkeit und weniger Schmutz auf dem Möbelstück. Stellen Sie Gartenmöbel wenn möglich an einen Ort mit Luftzirkulation und nicht langfristig unter einen tropfenden Baum oder ein Fallrohr. Fegen Sie Blätter und Vogelkot regelmäßig weg, denn organischer Schmutz hält Feuchtigkeit fest.
Verwenden Sie eine Schutzhülle nur bei trockenen Möbeln und wählen Sie eine atmungsaktive Variante. Ein vollständig abgedecktes, nasses Möbelstück unter einer Hülle ist ein idealer Ort für Grünbelag und Schimmel. Lassen Sie nach Regen alles trocknen, bevor Sie es abdecken.
Reinigen Sie Möbel im Frühjahr und Herbst vorbeugend. Bei Holzmöbeln hilft eine periodische Schutzschicht, damit Wasser nicht so schnell in die Oberfläche eindringen kann. Kunststoff und Metall bleiben länger gepflegt, wenn Sie Schmutz sofort entfernen, anstatt zu warten, bis er festgetrocknet ist.
Achten Sie auch auf den Untergrund. Möbel, die ständig auf einer feuchten Terrasse, im Gras oder auf einem nassen Holzdeck stehen, bekommen schneller Belag an den Beinen und an der Unterseite. Kunststoffkappen, Möbelgleiter oder ein trockenerer Aufstellort können bereits einen Unterschied machen.
Wer seine Gartenmöbel regelmäßig kurz pflegt, muss selten hart schrubben. Eine weiche Bürste, ein passendes Reinigungsmittel und ausreichende Trocknungszeit halten Ihre Garnitur länger sauber, sicher im Gebrauch und bereit für den nächsten Moment im Freien.