
Wann ein Fahrradreifen gewechselt werden muss: 8 Anzeichen
, Von Admin, 7 min Lesezeit

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Lesen Sie, wann ein Austausch der Fahrradreifen erforderlich ist. Erkennen Sie Verschleiß, Risse und Reifenpannen, prüfen Sie das Profil und wählen Sie rechtzeitig selbst den richtigen neuen Reifen aus.
Ein weicher Hinterreifen auf dem Weg zur Arbeit, ein kleiner Riss in der Seitenwand oder schon wieder ein platter Reifen: Das sind keine Probleme, mit denen man lange weiterfahren sollte. Zu wissen, wann ein Fahrradreifen ersetzt werden muss, beugt Pannen unterwegs, Schäden an Felge und Schlauch sowie unnötig häufigem Flicken vor. Mit einer kurzen Überprüfung sehen Sie meist schnell, ob Aufpumpen, Reparieren oder ein sofortiger Austausch die beste Wahl ist.
Ein Fahrradreifen muss nicht sofort bei jedem Loch oder einem oberflächlichen Kratzer entsorgt werden. Ein einzelner platter Schlauch lässt sich oft prima flicken oder austauschen, während der Mantel noch jahrelang halten kann. Der Mantel muss jedoch ersetzt werden, sobald er seine Schutzfunktion verliert. Dies geschieht durch Abnutzung der Lauffläche, Beschädigungen an den Seiten, Austrocknung des Gummis oder einen schwachen Reifenwulst, der nicht mehr richtig auf der Felge sitzt.
Achten Sie nicht nur darauf, wie oft Sie den Reifen aufpumpen. Ein Reifen, der langsam an Druck verliert, hat meist einen undichten Schlauch, ein defektes Ventil oder Schmutz um das Ventilloch. Ein abgenutzter Mantel ist oft die Ursache, wenn Sie häufiger einen Platten am selben Fahrrad haben, besonders wenn kleine Steinchen und Glas leicht durch das Gummi dringen.
Bei Stadtreifen ist das Profil weniger tief als bei einem Mountainbikereifen, aber die Lauffläche darf nicht völlig glatt sein. Sehen Sie eine flache, kahle Stelle in der Mitte oder sind eventuelle Verschleißindikatoren nicht mehr sichtbar? Dann bietet der Reifen weniger Halt auf nassem Untergrund und das Pannenrisiko steigt.
Ein völlig glatter Reifen ist bei trockenem Wetter nicht immer sofort unbrauchbar, aber Aufschieben ist selten klug. Besonders der Hinterreifen verschleißt durch Antrieb, Gewicht und Bremsen schnell. Kontrollieren Sie diesen daher öfter als den Vorderreifen.
Feine Trockenrisse können entstehen, wenn ein Fahrrad lange steht, draußen in der Sonne steht oder mit zu geringem Reifendruck benutzt wird. Kleine, oberflächliche Risse erfordern eine zusätzliche Kontrolle, aber tiefe Risse sind ein deutliches Signal für einen Austausch. Besonders wenn Sie den Schlauch, Karkassenfäden oder die Gewebeschicht durch den Riss sehen.
Achten Sie auch auf Beschädigungen an der Seitenwand. Dieser Teil des Reifens hat wenig Schutz und kann durch einen Bordstein, falsches Parken in einem Fahrradständer oder das Fahren mit weichem Reifen beschädigt werden. Eine Beule oder Auswölbung an der Seitenwand bedeutet, dass der interne Reifenaufbau beschädigt ist. Ersetzen Sie den Reifen dann sofort, denn ein Reifenplatzer ist wahrscheinlich.
Drei platte Reifen in kurzer Zeit sind kein Zufall, den man weiter mit Flicken beheben sollte. Kontrollieren Sie zuerst, ob noch ein Dorn, Glassplitter oder ein Metallstück im Mantel steckt. Fahren Sie vorsichtig mit den Fingern an der Innenseite des Reifens entlang und entfernen Sie Schmutz. Kontrollieren Sie auch das Felgenband: Ein verschlissenes oder verrutschtes Felgenband kann den Schlauch an den Speichenlöchern beschädigen.
Ist der Reifen sauber, fühlt sich aber dünn, porös oder spröde an? Dann ist der Pannenschutz wahrscheinlich am Ende. Ein neuer Mantel ist dann praktischer als jedes Mal einen neuen Schlauch zu montieren. Bei täglichem Gebrauch kann ein Reifen mit zusätzlicher Pannenschutzeinlage den höheren Anschaffungspreis wert sein.
Unter der Gummischicht liegt die Karkasse des Fahrradreifens. Sehen Sie helle Fäden, textilartige Fasern oder eine auffällige Verfärbung durch die Lauffläche? Dann ist der Reifen wirklich verschlissen. Weiterfahren kann dazu führen, dass der Schlauch nach außen tritt und plötzlich platzt.
Dies gilt auch, wenn die Lauffläche durch starkes Bremsen stellenweise dünn geworden ist. Eine Abnutzungsstelle an einer Stelle mag begrenzt erscheinen, ist aber gerade dort anfällig, da der Reifen dort ständig arbeitet und Kontakt zur Straße hat.
Ein guter Fahrradreifen schließt stramm mit der Felge ab. Läuft der Reifen nach der Montage unrund, löst sich der Wulst immer wieder oder sehen Sie eine Beule entlang des Randes? Dann hören Sie auf zu fahren und kontrollieren Sie die Montage. Manchmal klemmt der Schlauch zwischen Felge und Mantel, oder es wurde die falsche Reifengröße montiert.
Besteht das Problem nach korrekter Montage weiterhin, ersetzen Sie den Reifen. Auch eine beschädigte Felge kann die Ursache sein. Kontrollieren Sie in diesem Fall auf scharfe Kanten, Dellen und lose Speichennippel, bevor Sie einen neuen Reifen aufziehen.
Bei einer normalen Durchstichverletzung durch einen kleinen Nagel oder Dorn ist meist nur der Schlauch defekt. Sie können ihn flicken, wenn das Loch klein ist und der Schlauch ansonsten noch gut ist. Für viele Radfahrer ist ein neuer Schlauch schneller und zuverlässiger, besonders bei mehreren alten Flicken oder einem Leck am Ventil.
Den Mantel ersetzen Sie bei sichtbarem Verschleiß, Rissen, porösem Gummi oder wiederkehrenden Pannen. Ersetzen Sie beide Teile gleichzeitig, wenn der Mantel am Ende ist und der Schlauch bereits alt, ausgeleiert oder mehrfach geflickt ist. Das kostet etwas mehr, verhindert aber, dass Sie den Reifen kurz darauf erneut demontieren müssen.
Bei einem Elektrofahrrad sind der richtige Reifendruck und die Reifenqualität besonders wichtig. Durch das höhere Gewicht, die höhere Geschwindigkeit und die zusätzliche Antriebskraft verschleißen Reifen schneller, besonders hinten. Wählen Sie einen Reifen, der für die Radgröße und die Belastung des Fahrrads geeignet ist. Prüfen Sie auch, ob der Reifen für den E-Bike-Einsatz geeignet ist, wenn Sie oft mit Unterstützung fahren.
Pumpen Sie den Reifen zuerst auf den empfohlenen Druck auf, der auf der Reifenflanke steht. Ein weicher Reifen kann Verschleiß und Risse schlechter zeigen. Drehen Sie anschließend das Rad langsam und betrachten Sie die gesamte Lauffläche, die Seiten und den Übergang zur Felge.
Nutzen Sie diese kurze Checkliste:
Die Reifengröße steht auf der Seite Ihres aktuellen Reifens, zum Beispiel 28 x 1.75 oder 37-622. Die Bezeichnung 37-622 ist das ETRTO-Maß und gibt die Reifenbreite und den Felgendurchmesser in Millimetern an. Nehmen Sie dieses Maß als Ausgangspunkt. Dasselbe Zollmaß kann manchmal zu unterschiedlichen Felgendurchmessern gehören, während das ETRTO-Maß eindeutiger ist.
Wählen Sie danach nach Gebrauch. Für ein Stadtrad ist ein solider Reifen mit Pannenschutz und einem dezenten Profil meist die praktische Wahl. Für ein Rennrad sind ein geringer Rollwiderstand und die passende Breite wichtiger. Bei einem Mountainbike oder Gravelbike bestimmt der Untergrund, wie viel Profil Sie benötigen. Mehr Profil gibt Halt auf losem oder nassem Untergrund, fährt sich auf Asphalt aber oft schwerer.
Achten Sie auch auf das Ventil des Schlauchs. Ein Dunlop-, Presta- oder Autoventil muss zum Loch in der Felge passen. Die Länge des Ventils ist besonders bei höheren Felgen wichtig. Bestellen Sie im Zweifel einen Schlauch mit der gleichen Ventilart wie beim alten Schlauch.
Zu weiche Reifen sind eine der häufigsten Ursachen für schnellen Verschleiß und platte Reifen. Der Reifen verformt sich stärker, wird leichter an einer Bordsteinkante eingeklemmt und scheuert stärker auf der Straße. Zu harte Reifen bieten hingegen weniger Komfort und können auf schlechtem Untergrund schneller beschädigt werden. Halten Sie sich daher an den auf dem Reifen angegebenen Druck und passen Sie diesen innerhalb des Bereichs an Ihr Gewicht, die Beladung und Ihren Fahrstil an.
Kontrollieren Sie den Druck mindestens einmal im Monat und bei täglichem Gebrauch häufiger. Wechseln Sie bei einem Fahrrad mit zwei identischen Reifen eventuell Vorder- und Hinterreifen gegeneinander aus, wenn der Hinterreifen deutlich schneller verschleißt, solange beide Reifen noch in gutem Zustand sind und die Laufrichtung stimmt. Bei vielen modernen Reifen ist die Laufrichtung mit einem Pfeil auf der Seite angegeben.
Einen Fahrradreifen zu ersetzen ist eine kleine Wartungsarbeit mit großer Wirkung auf Sicherheit und Fahrkomfort. Wenn Sie zweifelhaften Verschleiß bemerken, warten Sie nicht, bis die nächste Panne Sie unterwegs zum Stillstand bringt. Mit der richtigen Mantelkgröße, einem passenden Schlauch und einer guten Luftpumpe ist Ihr Fahrrad schnell wieder für den täglichen Gebrauch bereit.