
Gartenschere oder Astschere für deinen Garten
, Von Admin, 7 min Lesezeit

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Schwanken Sie zwischen einer Gartenschere oder einer Astschere? Lesen Sie, welches Werkzeug für Astdicke, Schnittarbeiten und sicheres Arbeiten in Ihrem Garten geeignet ist. Für jede Schnittaufgabe.
Einen Rosenstrauch zurückschneiden, einen überhängenden Ast entfernen oder einen alten Obstbaum auslichten: Mit dem falschen Werkzeug kostet das Schneiden unnötig viel Kraft. Die Wahl zwischen einer Gartenschere oder Astschere beginnt deshalb nicht beim Preis, sondern bei der Dicke und der Art des Holzes, das du schneiden möchtest. Eine scharfe Gartenschere sorgt für einen sauberen Schnitt bei jungem Grün. Für dickere, holzige Äste benötigst du die Hebelwirkung einer Astschere.
Wer mit einer zu schwachen Schere an dicke Äste geht, beschädigt oft sowohl die Pflanze als auch das Werkzeug. Umgekehrt ist eine große Astschere unhandlich für präzise Arbeiten zwischen dicht wachsenden Zweigen. Mit der richtigen Wahl arbeitest du schneller, sicherer und hältst deinen Garten gepflegt in Form.
Eine Gartenschere ist für präzise Schneidearbeiten mit einer Hand gemacht. Denke an Blumen, junge Triebe, dünne Zweige, Kräuter, Rosen und leicht verzweigte Sträucher. Der kompakte Kopf gelangt leicht zwischen Zweige und Blätter, sodass du gezielt schneiden kannst, ohne umliegendes Wachstum zu beschädigen.
Achte immer auf den maximalen Schneiddurchmesser, den der Hersteller angibt. Bei vielen Handmodellen liegt dieser grob zwischen 15 und 25 Millimetern, abhängig von der Konstruktion und der Holzart. Frisches, grünes Holz lässt sich leichter schneiden als trockenes oder totes Holz. Ein 20-Millimeter-Ast kann für die eine Schere also problemlos sein, während dieselbe Dicke bei hartem, altem Holz bereits zu viel verlangt.
Die am häufigsten verwendete Gartenschere ist die Bypass-Schere. Dabei gleitet eine scharfe Oberklinge an einer Gegenklinge vorbei, vergleichbar mit einer herkömmlichen Schere. Dieser Typ macht einen sauberen Schnitt und ist die beste Wahl für lebende Zweige, junge Triebe und Pflanzen, die du gesund erhalten möchtest. Eine glatte Schnittfläche heilt in der Regel besser als eine eingedrückte oder ausgefranste Wunde.
Eine Amboss-Gartenschere hat eine einzige Schneideklinge, die auf einen flachen Metall- oder Kunststoffamboss drückt. Das gibt zusätzliche Kraft bei trockenem, hartem oder totem Holz. Für lebendes Holz ist dieser Typ weniger geeignet, da er den Ast eher quetschen kann. Wenn du vor allem verblühte Stängel, vertrocknete Äste oder trockenes Schnittgut zu schneiden hast, kann ein Amboss-Modell sehr praktisch sein.
Auch der Griff verdient Aufmerksamkeit. Eine rutschfeste Beschichtung liegt bei nassem Wetter angenehmer in der Hand. Ein drehbarer Griff verringert bei wiederholtem Schneiden die Belastung für deine Hand. Für Links- und Rechtshänder gibt es spezifische Modelle, wobei viele Gartenscheren heutzutage für beide Hände geeignet sind.
Eine Astschere, auch als Schere mit langen Armen bezeichnet, verwendest du für Äste, die zu dick für eine Handschere sind. Die langen Hebel sorgen dafür, dass du mit weniger Handkraft mehr Schneidkraft ausübst. Das ist praktisch bei Sträuchern, Zierbäumen, Obstbäumen, Koniferen und verwucherten Hecken.
Zudem sorgt die Länge für zusätzliche Reichweite. Du kannst höhere Äste oder Zweige tief im Inneren eines Strauchs erreichen, ohne mit deinen Händen zwischen Stacheln, dichte Zweige oder Brennnesseln greifen zu müssen. Das macht eine Astschere angenehm für beispielsweise eine Weißdornhecke, einen Beerenstrauch oder einen alten Flieder.
Der maximale Schneiddurchmesser liegt oft bei etwa 30 bis 50 Millimetern, aber auch hier gilt: Lies die Produktinformationen und erzwinge nichts. Die Konstruktion der Schere, die Schärfe der Klinge und die Härte des Holzes bestimmen zusammen, was machbar ist. Der Versuch, einen zu dicken Ast durchzuschneiden, kann die Klinge verbiegen, den Hebel beschädigen oder deine Handgelenke stark belasten.
Eine Astschere mit festen Armen ist eine gute Wahl für regelmäßige Schnittarbeiten in normaler Arbeitshöhe. Sie ist oft leicht, stabil und schnell einsatzbereit. Teleskopierbare Arme bieten zusätzliche Reichweite und sind nützlich, wenn du Äste oberhalb der Schulterhöhe erreichen möchtest. Bedenke jedoch, dass eine längere Schere schwerer sein kann und sich weniger präzise anfühlen mag, besonders wenn du längere Zeit über Kopf arbeitest.
Ein Ratschenmechanismus schneidet einen dicken Ast in mehreren Schritten durch. Nach jeder Bewegung hält die Schere den erzielten Fortschritt fest, sodass du nicht die ganze Kraft auf einmal aufbringen musst. Dies ist eine Rettung bei hartem Holz oder wenn du weniger Kraft in Händen und Armen hast. Für viele dünne Äste arbeitet ein einfaches Modell ohne Ratsche oft schneller.
Bei lebenden, grünen Ästen ist auch bei einer Astschere eine Bypass-Ausführung meist die beste Wahl. Für trockenes Holz und das Aufräumen von toten Ästen bietet eine Amboss-Astschere mehr Druck und Unterstützung.
Für einen gut gepflegten Garten sind beide Arten von Werkzeugen oft nützlich. Zur Gartenschere greifst du für die Feinarbeit, zur Astschere für die schwereren Schnittarbeiten. Damit verhinderst du, dass du eine Handschere überlastest oder mit einer großen Astschere kleine Triebe unnötig umständlich schneiden musst.
Verwende eine Gartenschere zum Abschneiden verblühter Blumen, zum Formen von Rosen, zum Ernten von Kräutern und zum Auslichten von jungem Wachstum. Wähle eine Astschere zum Entfernen dicker Seitenäste, zum Verjüngen von Sträuchern und zum Schneiden kleinerer Bäume.
Stößt du auf Äste, die noch dicker sind als die Kapazität deiner Astschere? Dann nimm eine Astsäge. Eine Astschere ist kein Ersatz für eine Säge. Bei einem zu dicken Ast macht Sägen nicht nur die Arbeit leichter, sondern vergrößert auch die Chance auf einen sauberen Schnitt. Unterstütze schwere Äste, wo möglich, damit sie nicht unerwartet abreißen und Rinde mitnehmen.
Eine scharfe Schere erfordert weniger Kraft und hinterlässt eine glattere Schnittfläche. Überprüfe daher, ob die Klingen sauber schließen und keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen. Ein kleines Stück Papier oder ein dünner, frischer Zweig reichen aus, um die Funktion zu testen. Reißt der Zweig, anstatt sauber abgeschnitten zu werden, ist Reinigen, Schleifen oder ein Austausch ratsam.
Wähle auch das Gewicht passend zur Aufgabe. Eine schwere Astschere kann viel Kraft liefern, wird aber ermüdend, wenn du einen ganzen Nachmittag eine Hecke oder einen Baum schneidest. Ein leichteres Modell arbeitet sich oberhalb der Schulterhöhe angenehmer. Für gründliche Schnittarbeiten bei harten Ästen kann das zusätzliche Gewicht hingegen zur Stabilität beitragen.
Eine Verriegelung ist kein überflüssiges Detail. Damit hältst du die Schere während des Transports und der Lagerung sicher geschlossen. Bei einer Astschere sollten sich die Arme geschmeidig öffnen und schließen, ohne Spiel am Gelenkpunkt. Zu viel Spiel macht den Schnitt ungenauer und kann den Verschleiß beschleunigen.
Schneide lebende Äste vorzugsweise an einem trockenen Tag. Nasses Werkzeug rutscht leichter ab und Feuchtigkeit auf der Klinge kann Schmutz festhalten. Reinige die Klingen vorab, besonders wenn du mehrere Pflanzen oder Bäume schneidest. So verringerst du das Risiko, Pilze oder Krankheiten von einer Pflanze auf die andere zu übertragen.
Schneide bei einem Seitenzweig knapp über einer gesunden Knospe, die nach außen zeigt. Dadurch wächst der neue Trieb meist vom Zentrum der Pflanze weg, was Luft und Licht im Strauch hält. Lass keine langen Stummel stehen: Diese sterben oft ab und bilden eine unschöne Stelle an der Pflanze.
Arbeite nicht über deine Kräfte hinaus. Ist ein Ast zu hoch, verwende geeignetes Werkzeug mit ausreichender Reichweite oder sorge für eine stabile Arbeitsposition. Stelle dich nicht mit einer Astschere auf einen instabilen Stuhl. Trage beim Schneiden über Kopfhöhe eine Schutzbrille und bei dornigen Sträuchern feste Gartenhandschuhe.
Entferne nach Gebrauch Pflanzensaft, Erde und Harz mit einem Tuch. Hartnäckigen Schmutz kannst du vorsichtig mit einem geeigneten Reiniger lösen. Trockne Metallteile gut ab und gib gelegentlich einen Tropfen Öl auf den Gelenkpunkt und die beweglichen Teile. So bleibt die Schere leichtgängig und du begrenzst die Rostbildung.
Schleife eine Bypass-Klinge immer gemäß dem ursprünglichen Schneidewinkel. Nimm nicht einfach Material von der Gegenklinge ab, da die Klingen sonst möglicherweise nicht mehr richtig aufeinanderpassen. Sind die Klingen stark beschädigt, verbogen oder verschlissen, ist ein Austausch oft die sicherste Lösung. Bei manchen Modellen sind Klingen, Federn und Schrauben einzeln austauschbar, was eine nachhaltige Wahl sein kann.
Wähle also nicht nur nach dem maximalen Schneiddurchmesser. Achte auf die Art des Holzes, den Arbeitsaufwand, die benötigte Reichweite und den Komfort in deiner Hand. Mit einer scharfen Gartenschere für die Feinarbeit und einer passenden Astschere für dicke Äste liegt dein Garten nach jedem Schnitt wieder gepflegt da.