De juiste boormachine voor beton boren kiezen

Die richtige Bohrmaschine für Betonbohrungen wählen

, Von Admin, 7 min Lesezeit

Welche Bohrmaschine für Beton eignet sich für Ihre Aufgabe? Vergleichen Sie Schlagbohrmaschine, Bohrhammer und Betonbohrer und bohren Sie sicher Löcher für Dübel, Anker und Montage.

Ein Loch für einen Dübel in einer Betonwand scheint eine kleine Aufgabe zu sein, bis der Bohrer nur heiß wird und nicht weiterkommt. Die richtige Bohrmaschine für Betonbohrungen vermeidet Frustration, beschädigte Bohrer und schiefe Montage. Für eine leichte Aufgabe benötigen Sie etwas anderes als für mehrere Löcher in einer Betondecke oder einen schweren chemischen Ankerbolzen.

Bei der Wahl kommt es nicht nur auf die Leistung der Maschine an. Auch die Schlagfunktion, die Art des Bohrfutters, der Bohrdurchmesser und vor allem das Material der Wand bestimmen, womit Sie gut arbeiten können. Mit der richtigen Kombination bohren Sie schneller, präziser und sicherer.

Beton erkennen, bevor Sie beginnen

Nicht jede harte Wand ist Beton. Eine Innenwand aus Gipsblöcken, Kalksandstein oder Ziegelstein erfordert meist weniger von Ihrer Maschine als Stahlbeton. Bei Beton merkt man oft, dass ein normaler Bohrer kaum Halt findet. Der Bohrer macht zwar Geräusche und erzeugt Staub, dringt aber kaum ein. Stoßen Sie auf ein Stück Stahlarmierung, stoppt ein Betonbohrer meist abrupt.

Für ein einzelnes Loch von 6 oder 8 mm in nicht allzu hartem Beton kann eine Schlagbohrmaschine ausreichen. Müssen Sie regelmäßig Löcher bohren, arbeiten Sie in hartem Beton oder Stahlbeton oder bohren Sie Durchmesser ab etwa 10 mm? Dann wählen Sie einen Bohrhammer. Dieser gibt einen viel kräftigeren Schlag direkt auf den Bohrer ab und erfordert weniger Druckkraft von Ihnen.

Achten Sie auch auf den Ort der Arbeit. In einer Decke oder einem Boden ist Beton oft härter als in einer leichten Trennwand. In einer Mietwohnung kann ein Probeloch an einer unauffälligen Stelle klären, mit welchem Material Sie es zu tun haben.

Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer für Beton?

Eine Schlagbohrmaschine und ein Bohrhammer werden oft verwechselt, aber sie arbeiten unterschiedlich. Eine Schlagbohrmaschine hat zwei geriffelte Scheiben, die eine vibrierende Bewegung erzeugen, wenn Sie Druck auf die Maschine ausüben. Das funktioniert gut für leichte Bohrarbeiten in Stein und gelegentliche Betonarbeiten.

Ein Bohrhammer hat ein pneumatisches Schlagwerk. Die Maschine treibt den Bohrer sozusagen vorwärts, unabhängig von dem Druck, den Sie selbst ausüben. Dadurch bricht die Bohrerspitze den Beton besser auf und die Maschine arbeitet ruhiger. Bei vielen Löchern merken Sie diesen Unterschied sofort an Geschwindigkeit und Komfort.

Wann reicht eine Schlagbohrmaschine aus?

Eine Schlagbohrmaschine ist eine praktische Wahl für leichte Montagearbeiten: eine Bilderleiste, ein kleines Wandregal, eine Lampe oder eine Gardinenhalterung in steinartigem Material. Verwenden Sie dabei immer die Schlagfunktion und einen geeigneten Betonbohrer. Forcieren Sie die Maschine nicht. Wenn Sie nach kurzer Zeit kaum Fortschritte sehen, ist der Untergrund wahrscheinlich zu hart für diesen Ansatz.

Ein Vorteil einer Schlagbohrmaschine ist die Vielseitigkeit. Wenn Sie die Schlagfunktion ausschalten, können Sie auch in Holz, Metall und Kunststoff bohren. Für einen Heimwerker, der ab und zu ein Loch in eine Wand bohrt, ist das oft ausreichend.

Wann wählen Sie einen Bohrhammer?

Greifen Sie zu einem Bohrhammer bei harten Betonwänden, Decken und Böden, bei vielen Befestigungslöchern oder bei größeren Löchern für beispielsweise Leitungen. Ein SDS-plus-Bohrhammer ist für die meisten Arbeiten in und ums Haus die logische Wahl. SDS-plus-Bohrer werden in die Aufnahme eingeklickt. Dadurch kann sich der Bohrer für die Schlagwirkung frei bewegen und die Kraft wird gut übertragen.

Für sehr große Löcher, schwere Abbrucharbeiten oder dauerhaften professionellen Einsatz gibt es schwerere SDS-max-Maschinen. Diese sind für die Montage eines Schranks, eines Sonnenschutzes oder einer Rohrschelle nicht erforderlich. Mehr Leistung ist angenehm, aber eine größere und schwerere Maschine arbeitet über Kopf auch ermüdender.

Wählen Sie den richtigen Betonbohrer

Selbst die beste Maschine erzielt mit einem falschen Bohrer schlechte Ergebnisse. Für Beton verwenden Sie einen Betonbohrer mit einer Hartmetallspitze. Diese Spitze ist gegen die Schlagbelastung und den Verschleiß beständig, die bei Stein und Beton auftreten. Ein gewöhnlicher HSS-Metallbohrer ist hierfür nicht geeignet.

Überprüfen Sie zuerst, welches Loch Sie benötigen. Der Durchmesser des Bohrers muss mit dem Dübel oder Befestigungselement übereinstimmen. Für einen 6-mm-Dübel verwenden Sie normalerweise einen 6-mm-Bohrer. Auf der Verpackung von Dübeln steht meist, welcher Bohrdurchmesser und welche minimale Bohrtiefe erforderlich sind.

Die Länge des Bohrers muss für den Dübel, die Schraubenlänge und ein wenig zusätzlichen Platz für Bohrstaub am Boden des Lochs ausreichen. Bohren Sie beispielsweise für einen 50-mm-Dübel, machen Sie das Loch etwas tiefer als 50 mm. So kann der Dübel vollständig in die Wand, ohne dass angesammelter Staub ihn aufhält.

Verwenden Sie für einen SDS-plus-Bohrhammer einen SDS-plus-Betonbohrer. Haben Sie eine Schlagbohrmaschine mit Schnellspannbohrfutter oder Zahnkranzbohrfutter, wählen Sie einen Betonbohrer mit rundem oder sechskantigem Schaft. Ein SDS-Bohrer passt nicht direkt in ein gewöhnliches Bohrfutter.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Löcher in Beton

Messen Sie die Position sorgfältig aus, bevor Sie bohren. Bei einer Reihe von Löchern für eine Schiene oder einen Schrank verhindert dies, dass Sie nachträglich korrigieren müssen. Prüfen Sie auch, ob Leitungen verlaufen. Ein Leitungsdetektor bietet zusätzliche Sicherheit, besonders in der Nähe von Steckdosen, Lichtschaltern, Wasserhähnen und Heizungspunkten.

1. Markieren Sie das Bohrloch mit einem Bleistift und setzen Sie die Maschine gerade an der Wand an. Ein schiefes Loch bietet einem Dübel weniger Halt.
2. Beginnen Sie bei niedriger Geschwindigkeit. Lassen Sie die Spitze ruhig Halt finden, damit sie nicht auf einem glatten Untergrund abrutscht.
3. Schalten Sie bei Beton die Schlag- oder Hammerfunktion ein. Üben Sie gleichmäßigen, begrenzten Druck aus. Die Maschine muss die Arbeit erledigen.
4. Ziehen Sie den Bohrer bei tiefen Löchern zwischendurch etwas zurück. So löst sich Bohrstaub und Sie verhindern, dass der Bohrer festklemmt oder zu heiß wird.
5. Bohren Sie bis zur gewünschten Tiefe, entfernen Sie den Staub aus dem Loch und setzen Sie erst danach den Dübel oder das Befestigungselement ein.

Ein Stück Klebeband am Bohrer ist eine einfache Tiefenmarkierung. Bei vielen gleichen Löchern arbeitet ein Tiefenanschlag präziser. Für schwere Befestigungen, wie eine Markise, einen Boiler oder ein Wandregal, reicht der Bohrdurchmesser allein nicht aus. Achten Sie dann auch auf die Tragfähigkeit des Untergrunds und verwenden Sie Befestigungsmaterial, das für Beton geeignet ist.

Was tun, wenn der Bohrer nicht weiterkommt?

Stoppt der Bohrer nach einigen Zentimetern, drücken Sie nicht stärker. Sie könnten auf ein Stück Stahlarmierung gestoßen sein. Mit einem gewöhnlichen Betonbohrer kommen Sie da nicht gut durch. Prüfen Sie zuerst, ob das Loch an dieser Stelle wirklich notwendig ist. Ein paar Zentimeter zu verschieben ist oft die sicherste Lösung, sofern die Montage das zulässt.

Auch stumpfe Bohrer verursachen Probleme. Eine abgenutzte Hartmetallspitze macht den Beton heiß, anstatt Material abzutragen. Ersetzen Sie einen Bohrer, wenn er sichtbar beschädigt ist, durch Überhitzung bläulich verfärbt ist oder ungewöhnlich langsam bohrt.

Tritt viel Staub aus, aber Sie bohren nicht tief genug, kann das Bohrloch verstopfen. Ziehen Sie den Bohrer zurück, lassen Sie ihn laufen und entfernen Sie den Staub mit einem Staubsauger oder einer Ausblasvorrichtung. Halten Sie die Lüftungsschlitze der Maschine frei und tragen Sie vorzugsweise eine Schutzbrille und eine Staubmaske. Betonstaub ist fein und gelangt leicht in Augen und Atemwege.

Sicher und sauber arbeiten

Räumen Sie lose Gegenstände aus dem Weg und halten Sie die Maschine mit zwei Händen fest, falls ein zusätzlicher Handgriff vorhanden ist. Besonders ein Bohrhammer kann sich drehen, wenn der Bohrer blockiert. Eine Sicherheitskupplung begrenzt diesen Ruck, ersetzt aber keine stabile Arbeitshaltung.

Beim Bohren in einer Decke ist ein Augenschutz kein Luxus. Staub und kleine Körnchen fallen direkt nach unten. Wenn Sie drinnen arbeiten, legen Sie ein Tuch oder Pappe unter das Bohrloch und saugen Sie den Staub sofort auf. Dies hält den Arbeitsplatz sauber und verhindert, dass Gesteinsstaub in Teppichböden, Möbel oder Geräte gelangt.

Schalten Sie die Maschine aus, bevor Sie den Bohrer wechseln. Lassen Sie einen heißen Bohrer erst abkühlen und berühren Sie ihn nicht direkt nach längerer Arbeit. Verwenden Sie kein Wasser, um den Bohrer während des Bohrens abzukühlen: Bei Elektrowerkzeugen stellt dies ein unnötiges Risiko dar.

Die Maschine auf die Arbeit abstimmen

Für zwei Dübel in einer leichten Betonwand ist eine Schlagbohrmaschine mit einem scharfen Betonbohrer meist eine praktische Lösung. Für das Aufhängen von Küchenschränken, die Montage eines Treppengeländers oder das Bohren mehrerer Löcher in einer Decke sparen Sie mit einem SDS-plus-Bohrhammer Zeit und Mühe.

Achten Sie bei Ihrer Wahl also nicht nur auf die Wattzahl oder eine hohe Zahl auf der Verpackung. Eine passende Schlagfunktion, die richtige Bohreraufnahme und gute Betonbohrer machen in der Praxis den Unterschied. Bei ToolsXXL finden Sie Werkzeuge, Bohrer, Dübel und Sicherheitsartikel, die Sie benötigen, um die Arbeit auf Anhieb richtig zu erledigen.

Stellen Sie sicher, dass Sie vor dem ersten Loch wissen, welchen Dübel, welchen Bohrdurchmesser und welche Maschine Sie benötigen. Dann hängt das Regal, die Lampe oder die Halterung nicht nur schnell, sondern auch fest.


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